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Zygmunt Bauman gestorben

Der Philosoph und Soziologe Zygmunt Bauman ist am Montag im Alter von 91 Jahren im britischen Leeds gestorben. Geboren im polnischen Poznan, floh er als Teenager mit seiner jüdischen Familie in die Sowjetunion, wurde Mitglied der KP und kehrte als Soldat und Politkommissar der Roten Armee in seine Heimat zurück. In den 60ern leitete er das soziologische Seminar der Uni Warschau und veröffentlichte Dutzende Bücher über die Werke Lenins oder die Parteisysteme des modernen Kapitalismus. 1968 wurde er von der Uni entlassen, ging nach Israel, wo er sich für die Palästinenser einsetzte. 1971 folgte er dem Ruf der Universität der nordenglischen Stadt Leeds, wo er bis zu seiner Emeritierung 1991 lehrte. 1989 erschien sein Standardwerk »Dialektik der Ordnung. Die Moderne und der Holocaust«. Bei seinem letzten Besuch in Polen 2013 pöbelten Neofaschisten »Schande!« und »Nieder mit dem Kommunismus!« (dpa/jW)

Ein Nachruf folgt

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Erschienen in der Ausgabe vom 11.01.2017, Seite 11, Feuilleton

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