-
28.12.2016
- → Feuilleton
Farce in Istanbul
Als »Farce« hat der Börsenverein des Deutschen Buchhandels am Dienstag den für morgen in Istanbul anberaumten Prozess gegen Asli Erdogan kritisiert. Seit August sitzt die türkische Schriftstellerin wegen des Vorwurfs der Mitgliedschaft in einer Terrororganisation in Haft. Morgen soll in Istanbul der Prozess gegen sie beginnen. Erdogan war u. a. Kolumnistin der per Notstandsdekret geschlossenen prokurdischen Zeitung Özgür Gündem. »Europa unterschätzt die Gefahren des totalen Verlusts der Demokratie in der Türkei«, hatte sie Anfang November in einem Brief aus dem Gefängnis geschrieben. (dpa/jW)
Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.
Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?
Durchschnittliche Bewertung: 0,0
Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.
In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.
Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!