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Olympia II: Flüchtlinge ohne Namen

Budapest. Für das staatliche ungarische Fernsehen ist das zehnköpfige Flüchtlingsteam, das in Rio de Janeiro unter der olympischen Flagge antritt, so gut wie Luft. Als die Schwimmerin Yusra Mardini aus Syrien ihren Vorlauf über 100 Meter Schmetterling gewann, berichtete MTV zwar live. Der Reporter nannte aber weder ihren Namen noch ihren Status. Unter dem rechtskonservativen Ministerpräsidenten Viktor Orban verfolgt Ungarn eine Politik der Abschottung gegenüber Geflüchteten. Oppositionelle Medien in Budapest bezeichneten das Verschweigen als Zensur. (dpa/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 11.08.2016, Seite 15, Medien

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