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Naziraub 2

In der Bibliothek der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz steht wahrscheinlich NS-Raubgut. Erste Recherchen lieferten Indizien, dass einige der Kunstgeschichte-Bücher im Unibestand einst von den Nazis beschlagnahmt wurden, teilte die Universität am Montag mit. Ein neues Projekt unter der Leitung der Mainzer Kunsthistorikerin Elisabeth Oy-Marra solle die Herkunft der Bücher klären. Die fraglichen Werke stammen aus der Kunsthistorischen Forschungsstätte Paris, die 1942 von den NS-Besatzern in der französischen Hauptstadt gegründet wurde. Beim Abzug der Deutschen gingen 3.080 Bücher – vor allem Auktionskataloge sowie kunstgeschichtliche Fachpublikationen – an die Universität Mainz über. (dpa/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 26.07.2016, Seite 11, Feuilleton

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