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Bayreuther Gewalt

Wenige Tage vor dem Beginn der Bayreuther Festspiele sorgen die verstärkten Sicherheitsvorkehrungen für Ärger. Der bayerische Datenschutzbeauftragte Thomas Petri kritisierte im Nordbayerischen Kurier die polizeilichen Überprüfungen der Mitarbeiter des Festspielhauses als »erheblichen Eingriffe in das Grundrecht auf informationelle Selbstbestimmung einer Vielzahl von Betroffenen«. Die Beschäftigten hätten oft gar keine andere Wahl, als dem Verfahren zuzustimmen, da sie sonst ihren Job aus Spiel setzen würden, sagte Petri. Dem Bericht zufolge gelten rund 35 von 800 Mitarbeitern als Sicherheitsrisiko, weil sie vorbestraft sind. Das sei bei den Überprüfungen ans Licht gekommen. Es gehe dabei nicht um Verkehrsdelikte wie Fahren ohne Führerschein oder unter Alkoholeinfluss, sagte ein Sprecher des Polizeipräsidiums Oberfranken: »Wir sprechen von Delikten, die ein gewisses Gewaltpotential in sich haben.«(dpa/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 22.07.2016, Seite 10, Feuilleton

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