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Spanienkämpfer mit 102 Jahren gestorben

Malaga/Berlin. Virgilio Peña, Kämpfer des Spanischen Bürgerkriegs auf der Seite der Republik und Überlebender des Konzentrationslagers Buchenwald ist im Alter von 102 Jahren gestorben. Dies teilte der Berliner Verein »Kämpfer und Freunde der Spanischen Republik« am Samstag unter Berufung auf Familienangehörige mit. Der betagte Antifaschist war nach Informationen von Euro Weekly, einem englischsprachigen Nachrichtenportal mit Sitz im spanischen Malaga, bereits am Donnerstag verstorben. Der Sohn einer Bauernfamilie war 1914 in einem Dorf nahe Espejo in der Provinz Cordoba geboren worden. Schon als junger Heranwachsender war er in den Landwirtschaftsgewerkschaften, verschiedenen marxistischen und revolutionären Gruppen aktiv. Als General Francos Nationalisten im Jahr 1936 gegen die Republik marschierten, meldete sich der 22jähige als Milizionär für deren Verteidigung. Er nahm an Dutzenden von Schlachten teil. Nach dem Rückzug kämpfte er in der französischen Resistance gegen die Nazis, wurde von den Kollaborateuren des Vichy-Regimes gefangengenommen und gefoltert, bevor er 1943 den Nazis übergeben wurde. Bei der Befreiung des Konzentrationslagers Buchenwald wog er nur noch 42 Kilo. Wieder zu Kräften gekommen, suchte Virgilio Peña ein neues Zuhause. Sein Weg führte ihn wieder nach Frankreich. Er arbeitete als Zimmermann und klärte als Zeitzeuge Jugendliche über die Gefahren des Faschismus auf. (jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 13.07.2016, Seite 15, Antifaschismus

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