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Kuss verboten

In Singapur ist ein Kuss zwischen zwei männlichen Darstellern in einer Version des Musicals »Les Misérables« zensiert worden. Die Showveranstalter strichen den Kuss, um Sanktionen der Medienbehörde zu umgehen, wie der Promoter Moses Lye berichtete. Künstler reagierten empört. Es gebe zwar »stolzen Konservatismus«, aber die Grenze zu einem Statement darüber, »was für verschlafene Kulturbanausen wir sind«, sei schmal, schrieb der Dramatiker Alfian Sa’at auf Facebook. »Leider haben wir diese Grenze überschritten.« Homosexualität ist in dem Stadtstaat verboten. Die Behörden ergreifen allerdings keine Strafmaßnahmen, wie sie betonen. (dpa/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 14.06.2016, Seite 10, Feuilleton

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