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USA: Urteil gegen Rassentrennung

Washington. Ein US-Bundesgericht hat die De-facto-Rassentrennung an Schulen in einer Kleinstadt im US-Bundesstaat Mississippi verboten. Alle Schüler der 12.000-Einwohner-Stadt Cleveland müssten endlich das Recht haben, gemeinsam unterrichtet zu werden, heißt es in einer am Montag (Ortszeit) veröffentlichten Erklärung des US-Justizministeriums, in der die Entscheidung der Richter vom Freitag bekanntgegeben wurde. Daher müssten die örtlichen Schulen zusammengelegt werden. Dass an den Schulen der Stadt entweder weiße oder schwarze Schüler in der deutlichen Mehrheit sind, habe sich auch nach dem Urteil des Obersten Gerichtshofs zum gemeinsamen Unterricht aus dem Jahr 1954 so ergeben und sei kein böser Wille gewesen, argumentierten die örtlichen Verantwortlichen. (AFP/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 18.05.2016, Seite 7, Ausland

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