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Steine statt Brot

Das Bundeskabinett will heute ein neues Urheberrechtsgesetz verabschieden. Justizminister Heiko Maas hat den Entwurf nach Maßgaben großer Verwerter überarbeitet. Buchautoren sollen ihre Rechte nunmehr erst zehn Jahre nach Abgabe des Manuskripts zurückrufen können (ursprünglich waren es fünf). Autorenrechte auf »Auskunft über erfolgte Nutzungen« sollen durch »Ausnahmetatbestände« begrenzt werden. Mit der Überarbeitung des Entwurfs seien juristische Möglichkeiten von Urheberverbänden untergraben worden, kritisierte ver.di. »Dieser Entwurf gibt den Urhebern Steine statt Brot«, erklärte am Dienstag die »Initiative Urheberrecht«, die nach eigenen Angaben 140.000 Urheber vertritt. Zentrale Punkte des Entwurfs vom vergangenen Herbst seien abgeschwächt oder ganz gestrichen worden. (dpa/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 16.03.2016, Seite 10, Feuilleton

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