-
14.03.2016
- → Inland
Offenbar Haftstrafen für »Freier« geplant
Berlin. Sogenannte Freier von Zwangsprostituierten müssen einem Zeitungsbericht zufolge künftig mit bis zu fünf Jahren Haft rechnen. Ein Gesetzentwurf des Bundesjustizministeriums zur Neuregelung der Straftatbestände beim Menschenhandel sehe in solchen Fällen Freiheitsstrafen zwischen drei Monaten und fünf Jahren vor, berichteten die Zeitungen der Funke-Mediengruppe am Sonnabend. Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) begrüßte das Strafmaß. Fraglich sei jedoch, ob Strafen in der Praxis durchzusetzen seien. Es sei schwierig nachzuweisen, dass ein Bordellkunde von der Zwangslage der Prostituierten wusste. (AFP/jW)
Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.
Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?
Durchschnittliche Bewertung: 0,0
Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.
In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.
Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!