Zum Inhalt der Seite

Fußball: Nicht willkommen

Potsdam. Die drohende Abschiebung des Kotrainers des Flüchtlingsprojekts »Welcome United« ist für Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) nicht nachvollziehbar. »Jemand, der fünfeinhalb Jahre hier ist, vollintegriert und momentan jemand ist, der seit Jahren Brücken für Flüchtlinge baut, den dürfen wir nicht abschieben. Das wäre widersinnig«, sagte Woidke im RBB-Fernsehen.

Der Mazedonier Zahirat Juseinov lebt mit seiner Familie seit 2010 in Potsdam. Er soll sich nach Angaben des Fußball-Regionalligisten SV Babelsberg 03 bis Dienstag überlegen, ob er freiwillig das Land verlässt. Ansonsten soll er mit seiner Familie mit Zwang abgeschoben werden. Sein Team hat als erste Flüchtlingsmannschaft den Liga-Spielbetrieb in der 2. Kreisklasse Havelland aufgenommen. (dpa/jW)

junge Welt

Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.

Bezahlmethoden:

Mit Absenden erklärst du dich mit der DSGVO-konformen Datenverarbeitung einverstanden

Erschienen in der Ausgabe vom 29.02.2016, Seite 16, Sport

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!