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Der syrisch-libanesische Schriftsteller Adonis hat vor der Entgegennahme des Erich-Maria-Remarque-Friedenspreises der Stadt Osnabrück am Freitag seine politische Position bestimmt. Er unterstütze eine kleine Opposition in Syrien, die sich für die Trennung von Staat und Religion nach westlichem Vorbild einsetze, gegen Gewalt sei und die Gleichberechtigung der Frau fordere. Seine Gruppe werde an die Wand gedrückt. »Aber alle, die außerhalb dieser Opposition stehen, sind für mich Söldner, die dem Ausland dienen«, sagte der 86jährige. Im übrigen habe Navid Kermani, der die Laudatio auf ihn nicht hatte halten wollen, seine Schriften nicht gelesen oder nicht verstanden. (dpa/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 20.02.2016, Seite 10, Feuilleton

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