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EZB will mehr »Spielräume« für Banken
Frankfurt am Main. Mag die nächste Krise auch kommen, die Aktionäre sollen nicht leiden: Die Europäische Zentralbank (EZB) möchte Banken mehr Spielraum geben, um auch in schwierigen Zeiten Anleihezinsen, Dividenden und Boni zahlen zu können. Das gab EZB-Generaldirektor Korbinian Ibel am Freitag bekannt. Demnach wolle sich die Zentralbank für die Änderung einer EU-Richtlinie einsetzen: Wenn ein Institut Verluste schreibt, sind den Geldhäusern die Ausschüttungen bislang erschwert.
Für Ibel ein Unding: »Dieser Automatismus kann Banken in eine sehr unangenehme Lage versetzen.« Finanzkapitalisten befürchteten zuletzt, dass die Banken wegen der Vorgabe neuartige Schuldverschreibungen (AT1) nicht mehr bedienen können. So hatte etwa die Deutsche Bank 2015 einen Verlust von fast sieben Milliarden Euro verbucht. Vergangene Woche musste sie versichern, die Zinsen der AT-1-Anleihen zahlen zu können. (Reuters/jW)
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