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ARD jammert über Reklameausfall

Berlin. Die ARD fürchtet, dass die zu erwartenden »Ertragsausfälle« im Hörfunk wegen des neuen WDR-Gesetzes alle Landesrundfunkanstalten in Mitleidenschaft ziehen. Die Sendergemeinschaft habe bei der für den Finanzbedarf zuständigen Kommission KEF auf die »Veränderungen bei der Hörfunkwerbung« hingewiesen und erwarte eine entsprechende Berücksichtigung. Das sagte die neue ARD-Vorsitzende Karola Wille vom Mitteldeutschen Rundfunk (MDR) nach der Intendantentagung am Dienstag in Leipzig.

Der nordrhein-westfälische Landtag hatte vor wenigen Tagen den schrittweisen Abbau der Hörfunkwerbung im WDR von zur Zeit täglich 90 auf 60 Minuten im Jahr 2019 beschlossen. Die KEF will im Frühjahr im neuen Bericht die Höhe des künftigen Rundfunkbeitrages ab 2017 empfehlen. Darüber müssen dann die Länderparlamente bestimmen. Vorher soll es noch im Februar eine Anhörung mit den öffentlich-rechtlichen Sendern geben. (dpa/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 04.02.2016, Seite 15, Medien

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