Zum Inhalt der Seite

Ausgeblendet

Der Verband Deutscher Zeitschriftenverleger (VDZ) hat das Geschäftsmodell sogenannter Adblocker für Internetseiten scharf angegriffen. Solche Programme blenden Werbung auf Internetseiten aus. Das Geschäft der Vertreiberfirmen mache es Verlagen schwer, mit Presseangeboten im Netz Geld zu erlösen, sagte VDZ-Hauptgeschäftsführer Stephan Scherzer der Deutschen Presseagentur in Berlin. »Sie nehmen durch Ausfiltern der Werbung den Publikationen jede Chance, die journalistischen Inhalte durch Werbung zu finanzieren.«

Die Verleger wollten sich nicht darauf beschränken, diese Modelle vor Gericht zu bekämpfen, sondern Zeit und Geld in die Information der User, technische Lösungen und in neue Werbeformate investieren, erläuterte Scherzer. (dpa/jW)

→ Sie können uns auch mit einer Spende unterstützen
Erschienen in der Ausgabe vom 02.01.2016, Seite 11, Feuilleton

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!