Zum Inhalt der Seite

Amnesty: Australien bezahlt Schlepper

Sydney. Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International hat Australien wegen seiner Flüchtlingspolitik »Beteiligung an länderübergreifender Kriminalität« vorgeworfen. Die Küstenwache habe im Mai zwei Boote voller Flüchtlinge aufgebracht und den Schleppern an Bord 32.000 US-Dollar (etwa 28.900 Euro) bezahlt, damit sie die Menschen zurück nach Indonesien brächten, heißt es in dem am Donnerstag veröffentlichten Bericht. Eine Sprecherin des Einwanderungsministers wollte sich zu den Vorwürfen nicht äußern, bevor das Ministerium den Bericht gesehen habe. Als im Juni erstmals über die Zahlungen berichtet worden war, hatten drei Minister die Vorwürfe zunächst abgestritten. Der damalige Premierminister Anthony Abbott gab an, es handele sich um eine »operative Angelegenheit«, und dazu gebe es keinen Kommentar. (dpa/jW)

junge Welt

Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.

Bezahlmethoden:

Mit Absenden erklärst du dich mit der DSGVO-konformen Datenverarbeitung einverstanden

Erschienen in der Ausgabe vom 29.10.2015, Seite 1, Ausland

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!