-
21.10.2015
- → Inland
Union will mehr Geld für Verfassungsschutz
Berlin. Angesichts der Zunahme rechtsextremer Gewalt drängt die Union auf eine Verstärkung eines Inlandsgeheimdienstes, der in den letzten 20 Jahren mit seinen V-Leuten gut in der braunen Szene vertreten war und teils stramme Neonazis als solche angeworben hat: Der Verfassungsschutz sei »schon sehr aufmerksam«, müsse aber personell verstärkt werden, sagte der innenpolitische Sprecher der Unionsfraktion, Stephan Mayer (CSU), der Rheinischen Post (Dienstag ausgabe). Das sei ein Auftrag an den Haushaltsgesetzgeber, beim Bundesamt für Verfassungsschutz 2016 die neuen Stellen zu schaffen. (AFP/jW)
Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.
Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?
Durchschnittliche Bewertung: 0,0
Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.
In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.
Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!