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Slowenien lässt Flüchtlinge durch. Mindestens 20 Tote in der Ägäis

Foto: Srdjan Zivulovic / Reuters

Petisovci. Nach der Schließung der ungarisch-kroatischen Grenze sind in Slowenien am Wochenende die ersten Busse und Züge mit Flüchtlingen eingetroffen (Foto). Am Samstag überquerten nach Angaben der slowenischen Regierung fast 3.000 Flüchtlinge die Grenze, am Sonntag morgen wurden tausend Flüchtlinge mit einem Sonderzug zur Grenze gebracht. Tausende weitere warteten noch in Kroatien. Ungarn hatte seine Grenze zu Kroatien in der Nacht zum Samstag mit Stacheldraht abgeriegelt. In der Ägäis sind derweil am Wochenende erneut mehr als 20 Flüchtlinge ertrunken. Zwölf Menschen seien am Samstag ums Leben gekommen, als ihr Boot auf dem Weg zur griechischen Insel Lesbos gesunken sei, meldete die türkische Nachrichtenagentur Anadolu. Vor der Insel Kalymnos starben eine Frau und drei Kinder, als ihr Boot kenterte. Vor der Insel Kastelorizo wurden vier Leichen im Wasser entdeckt, darunter die von zwei Kindern und einem Baby. Ein achtjähriger Junge aus dem Irak, der bei der Überfahrt ins Wasser gefallen war, wurde auf Farmakonisi für tot erklärt. (AFP/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 19.10.2015, Seite 6, Ausland

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