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Turnen: Das fünfte Rad

Stuttgart. Der frühere Reck-Weltmeister Fabian Hambüchen hat den Deutschen Turnerbund scharf kritisiert: »Es sind generell die alten verkrusteten Strukturen und Denkmuster, die dringend weg müssen«, sagte er im Gespräch mit den Stuttgarter Nachrichten. Besonders die Trainer machen ihm Sorgen: »Die sind oft so miserabel bezahlt, dass sich kaum mehr geeignete Übungsleiter finden, vor allem in den kleineren Zentren. Sie unterrichten tagsüber an Schulen oder gehen anderen Jobs nach und machen dann abends das Training nebenher.« Merke: »Die schönste Halle bringt nichts, wenn dort kein gescheites Training stattfindet.« Beispielsweise sei bei den Deutschen Meisterschaften in Gießen vor zwei Wochen für die VIPs »Raum ohne Ende geschaffen« worden, während die Turner »kaum noch Platz in der Halle« hatten. Sie hätten »aufeinandergepfercht zusammengesessen, und uns wurde noch nicht mal Wasser oder ein bisschen Obst zur Verfügung gestellt. Wir Sportler werden in die Planungen nicht einbezogen und sind oft nur das fünfte Rad am Wagen.« (sid/jW)

 

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Erschienen in der Ausgabe vom 01.10.2015, Seite 16, Sport

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