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Ausgewimmelt

Ali Mitgutsch, Vater der Wimmelbücher, stellt in seinem Viertel in München eine zunehmende Entfremdung fest. »Ich sehe die Menschen kaum noch miteinander auf der Straße reden, so aus der Begegnung heraus. Die Vertrautheit der Bewohner untereinander ist verlorengegangen, die Nachbarschaft, die Geborgenheit, die Neugier auf das Fremde«, sagte er in einem Interview anlässlich seines heutigen 80. Geburtstages. Früher hätten die Leute gesünder gelebt: »So ein Lächeln, das steigert die Zufriedenheit und spart vielleicht sogar einen Arztbesuch, weil einfach der Blutdruck stimmt.« Die Gentrifizierung sei ein Grund für den Niedergang. Viertel wie die Maxvorstadt würden durch Spekulanten trockengelegt. »Es blüht fast nichts mehr«, bedauerte Mitgutsch. (dpa/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 21.08.2015, Seite 11, Feuilleton

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