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Nachschlag: Neues Leben

→ A Toy Story: Alles hört auf kein Kommando. Sa., 10.10 Uhr, Disney Channel

Foto: © Disney
Ich komme aus dem Nichts, und ich gehe in das Nichts: Forky (l.) auf der Suche nach dem Abfalleimer

Der pflichtbewusste Spielzeugcowboy hat es schon ein paarmal mitgemacht: das erstmalige Erblicken des Lichts der Welt, die Aneignung der eigenen Stimme, den Kampf um Anerkennung. Doch diesmal ist alles etwas anders. Bisher belebte sich der Eigensinn der Spielzeuge erst in Abwesenheit der Spielenden. Nun geschieht das Wunder der Schöpfung. Ein Kind baut aus Plastikgabel, Faden und anderem Krimskrams ein Spielzeug, signiert und tauft es: »Forky«. Das Zeug erwacht zum Leben, der Traum der Kunst. Nur will Forky dieses Leben, diesen Subjektstatus nicht annehmen, erlebt die eigene Stimme als Horror und will nichts als zurück in den Mülleimer, um sich in das stolz und glücklich zerstreute Chaos des Abfalls zurückzuverwandeln. Der Cowboy trägt die Sorge dafür, dass das neue Leben sich nicht in selbstgewählten Zerfall stürzt, sondern mit ihm auf die Reise geht, nur um nach gewaltigem Aufwand von Intrige, Raub und Geiselnahme abermals achtlos weggeschmissen zu werden. »Das ganze Resultat dieser ganzen Arbeit ist das Linksliegenlassen der Welt« (Wittgenstein). (aha)

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Erschienen in der Ausgabe vom 20.07.2026, Seite 14, Feuilleton

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