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Lobby für späten Ladenschluss

Berlin. Angesichts der Verödung vieler deutscher Innenstädte und der wachsenden Konkurrenz durch den Onlinehandel hat der Handelsverband Deutschland (HDE) erneut eine Liberalisierung der Ladenschlussregelungen gefordert. »Die Ladenöffnung ist ein wesentlicher Attraktivitätsfaktor für die Innenstädte«, sagte Hauptgeschäftsführer Stefan Genth der Welt am Sonntag. Gerade in historischen Innenstädten gebe es bei flexibleren Öffnungszeiten »noch viel Potential«. Statt dessen würden den Händlern immer durch neue, bürokratische Regelungen Steine in den Weg gelegt, kritisierte Genth.

Zwar sei der Sonntag ein Sonderfall, dessen verfassungsmäßiger Sonderstatus auch in Zukunft gewahrt bleiben müsse. »Aber die Länder und die Kommunen müssen dann auch die Möglichkeiten, die ihnen das Bundesverfassungsgericht zur Genehmigung von verkaufsoffenen Sonntagen eingeräumt hat, ausschöpfen«, sagte der Cheflobbyist. (AFP/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 17.08.2015, Seite 5, Inland

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