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Bericht: Späte BND-Antwort zu CSD-Angreifer
Berlin. Der Bundesnachrichtendienst (BND) hat offenbar monatelang keine Auskunft über den mutmaßlichen CSD-Angreifer gegeben. Die Generalstaatsanwaltschaft Berlin soll den Auslandsgeheimdienst bereits im Januar nach weiteren Informationen über den Tatverdächtigen gefragt haben, wie am Donnerstag veröffentlichte Recherchen der ARD nahelegen. Ziel war demnach, die Vorwürfe gegen den im Mai von einem Jugendschöffengericht Verurteilten größer zu machen, so dass dieser nicht durch eine Vorbewährung auf freien Fuß gelangen würde. Erst wenige Tage vor dem Urteil des Amtsgerichts Berlin-Tiergarten soll der BND der Generalstaatsanwaltschaft mitgeteilt haben, »es lägen dort derzeit keine Informationen vor, die in Form einer Behördenerklärung übermittelt werden könnten«. Der BND wollte zu dem Vorgang keine Stellungnahme abgeben. (jW)
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