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Haftstrafen für Neonazis

Stuttgart. Vier Neonazis aus Göppingen sind am vergangenen Donnerstag in Stuttgart zu Haftstrafen verurteilt worden. Die Männer im Alter von 23 bis 34 Jahren gehörten der verbotenen Gruppierung »Autonome Nationalisten Göppingen« (ANGP) an. Es bestehe kein Zweifel, dass es sich bei den ANGP um eine kriminelle Vereinigung handele, sagte die Vorsitzende Richterin Manuela Haußmann laut Stuttgarter Nachrichten.

Ziel der Neonazis sei es gewesen, »das Filstal zu nazifizieren und braun zu halten«. Zwei Haupttäter wurden zu Haftstrafen von zwei Jahren und zwei Monaten beziehungsweise zwei Jahren und vier Monaten ohne Bewährung verurteilt. Ein dritter Haupttäter wurde zu einer Jugendstrafe auf Bewährung von einem Jahr und zwei Monaten verurteilt. Die Männer wurden unter anderem wegen Bildung einer kriminellen Vereinigung verurteilt.

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Der ehemalige Landesvorsitzende der Partei Die Rechte, Daniel R., erhielt ebenfalls Bewährung. Er soll mit den Ermittlungsbehörden kooperiert haben und gelte in der rechten Szene als Verräter. Nach Angaben der Antifaschistischen Linken Freiburg waren die ANG »bisher eine der aktivsten faschistischen Gruppen in Baden-Württemberg«. Florian Osuch

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Erschienen in der Ausgabe vom 17.08.2015, Seite 4, Inland

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