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»Blood and Honour« Einreise verbieten

Braunau/München. Die ungarische Sektion des internationalen Neonazi-Netzwerks »Blood and Honour« plant zwischen dem 13. und 16. August eine Tour durch Österreich und Bayern. Von Budapest aus startend sind mehrere Stopps in geschichtsträchtigen Orten unterwegs geplant. Das meldete am Montag das antifaschistische Bündnis »Braunau gegen rechts«. Erster Halt sei am Donnerstag die Akademie der Bildenden Künste in Wien. Bei einem Besuch des Militärmuseums im niederösterreichischen Sonntagberg wollen sich die Neonazis dann Uniformen und Ausrüstung der Wehrmacht ansehen. Das Tagesziel aber scheint die Geburtsstadt Adolf Hitlers, Braunau am Inn, zu sein. Dort steht ein »Abendspaziergang« auf dem Programm. Nach Angaben des Bayerischen Rundfunks (BR) vom Dienstag wollen die »Blood and Honour«-Mitglieder an den darauffolgenden Tagen Zwischenstopps in Nürnberg, München und Berchtesgaden einlegen. Die deutsche Sektion des Netzwerks »Blood and Honour« ist seit dem Jahr 2000 verboten. Die SPD-Landtagsfraktion fordert nun laut BR ein Einreiseverbot für die ungarischen Neonazis. (fo)

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Erschienen in der Ausgabe vom 12.08.2015, Seite 15, Antifaschismus

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