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Talfahrt an Chinas Börsen gestoppt

Schanghai. Die Spekulationsblase hat Luft gelassen, jetzt scheint das vorerst gestoppt. Neue Maßnahmen der Regierung in Peking haben der Talfahrt an Chinas Börsen am Donnerstag vorerst ein Ende gesetzt. Der Leitindex »Shanghai Composite« fiel zwar am Morgen noch einmal um weitere 3,8 Prozent, legte dann aber stark zu und schloss mit 5,8 Prozent im Plus.

Eingeleitet wurde die Wende durch ein Verkaufsverbot für Großaktionäre und Manager börsennotierter Unternehmen. Diese dürften ihre Anteile in den nächsten sechs Monaten nicht veräußern, teilte die Regulierungsbehörde CSRC am Mittwoch abend mit. Polizei und Börsenaufsicht starteten zudem eine gemeinsame Untersuchung zu systemschädlichen »Leerverkäufen«, wie die staatliche Nachrichtenagentur Xinhua meldete. Dabei wetten Spekulanten auf fallende Kurse von Aktien, Währungen oder staatlichen Schuldpapieren, die sie nicht einmal besitzen. Die Börsenwerte der in Schanghai gelisteten Aktien hatten in weniger als einem Monat um mehr als 30 Prozent nachgegeben. (AFP/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 10.07.2015, Seite 9, Kapital & Arbeit

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