-
20.06.2015
- → Ausland
UNO kritisiert Greueltaten gegen Kinder im Südsudan
Juba. Die Vereinten Nationen haben beiden Parteien im südsudanesischen Bürgerkrieg schwerste Verbrechen an Kindern vorgeworfen. »Überlebende berichteten, dass Jungen kastriert wurden und man sie anschließend verbluten ließ«, erklärte Unicef-Direktor Anthony Lake. Laut dem Leiter des UN-Kinderhilfswerks wurden selbst achtjährige Mädchen Opfer von Gruppenvergewaltigungen und anschließend ermordet. »Kinder wurden zusammen gefesselt, bevor die Angreifer ihre Kehlen durchschnitten (...) andere wurden in brennende Gebäude geworfen«, erklärte Lake. Schätzungen zufolge seien 13.000 Kinder gezwungen worden, sich an den Kämpfen zwischen rivalisierenden Fraktionen der SPLA zu beteiligen. Die Miliz war vom Westen bis zur Abspaltung des Landes vom Sudan 2011 als Befreiungsarmee hofiert worden. (AFP/jW)
Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.
Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?
Durchschnittliche Bewertung: 0,0
Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.
In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.
Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!