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Schäuble schont die Unternehmererben

Berlin. Die Reformpläne von Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble für die Erbschaftssteuer würden mehr als 99 Prozent aller Firmenerben verschonen. Das geht aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine kleine Anfrage der Grünen hervor, über die Spiegel online am Montag berichtete. Insgesamt 99,2 Prozent aller übertragenen Betriebsvermögen lagen zwischen 2009 und 2013 unter dem Wert von 20 Millionen Euro. Diese Summe allerdings will der Bundesfinanzminister zukünftig als Schwelle für die Erhebung der Erbschaftssteuer verwenden. Nur einige Tausendstel der deutschen Unternehmererben wären dann noch betroffen. Dennoch verlangenWirtschaftsvertreter statt der Grenze von 20 Millionen einen Wert von 100 Millionen. »Solche Forderungen können nur zum Ziel haben, die Unternehmenserben auch zukünftig vollständig zu verschonen, unabhängig davon, ob sie einen gerechten Beitrag leisten können«, sagte die steuerpolitische Sprecherin der Grünen, Lisa Paus, gegenüber Spiegel online. (jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 02.06.2015, Seite 1, Inland

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