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Bevorstehender Prozess in Verwandtenaffäre

Augsburg. Der ehemalige CSU-Landtagsfraktionschef Georg Schmid muss sich im Zuge der sogenannten Verwandtenaffäre ab 2. März vor Gericht verantworten. Die Anklage wirft ihm vor, als Abgeordneter seine Ehefrau 22 Jahre und eine weitere Frau rund 13 Jahre lang als Scheinselbständige beschäftigt zu haben. Dadurch habe er die Sozialkassen um mindestens 340.000 Euro betrogen. Zudem ist Schmid wegen Steuerhinterziehung angeklagt. Seine Frau muss sich wegen Beihilfe verantworten. Das Amtsgericht Augsburg habe die Anklage gegen den früheren Spitzenpolitiker uneingeschränkt zugelassen, sagte Sprecher Walter Hell am Montag. Der CSU-Politiker war neben anderen Abgeordneten in die Verwandtenaffäre des Landtags verwickelt. (dpa/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 03.02.2015, Seite 2, Inland

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