Zum Inhalt der Seite

Edathy enthüllt SPD-Informanten

Berlin. Der frühere Bundestagsabgeordnete Sebastian Edathy hat den angeblichen Informanten aus der SPD enthüllt. Edathy behauptet, sein Parteifreund Michael Hartmann habe ihn vor drohenden Kinderporno-Ermittlungen des Bundeskriminalamtes gewarnt. Hartmann wird seinerseits der Besitz der Droge Crystal Meth vorgeworfen. Am Donnerstag will Edathy (45) vor dem Bundestagsuntersuchungsausschuss erscheinen, der seit Monaten vergeblich nach der undichten Stelle sucht. »Selbstverständlich werde ich im Ausschuss nicht schweigen«, sagte Edathy dem Magazin Stern. Ab Februar muss sich Edathy wegen des Verdachts auf Besitz von Kinderpornografie in Niedersachsen vor Gericht verantworten. Eine Sprecherin des Landgerichts Verden sagte dem Focus, Edathy habe darauf verwiesen, dass auch unbekannte Dritte auf seinen Rechner zugegriffen haben könnten. (dpa/jW)

 

junge Welt

Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.

Bezahlmethoden:

Mit Absenden erklärst du dich mit der DSGVO-konformen Datenverarbeitung einverstanden

Erschienen in der Ausgabe vom 15.12.2014, Seite 1, Inland

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!