Zum Inhalt der Seite

Linke will Maut über Bundesrat verhindern

Berlin. Die geplante Pkw-Maut muss nach Ansicht von Bernd Riexinger in den Bundesrat, wo sie von der Opposition noch verhindert werden könne. Der Vorsitzende der Linkspartei warnte Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) am Wochenende davor, die Länderkammer »durch einen Taschenspielertrick« zu umgehen. Derweil ging die Debatte um den Datenschutz bei der Nummernschilderfassung weiter. BKA-Chef Jörg Ziercke forderte die Nutzung von Mautdaten zur Verbrechensbekämpfung. Riexinger verwies in der Welt vom Samstag darauf, dass im Bundesrat Linke und Grüne zusammen eine Sperrminorität hätten. »Es gibt eine reale Option, die Murks-Maut noch zu kippen«, zeigte er sich überzeugt. Das Bundesverkehrsministerium will den Maut-Plan bislang ohne die Zustimmung der Länder umsetzen. (AFP/jW)

junge Welt

Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.

Bezahlmethoden:

Mit Absenden erklärst du dich mit der DSGVO-konformen Datenverarbeitung einverstanden

Erschienen in der Ausgabe vom 03.11.2014, Seite 5, Inland

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!