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Amazons Abschlag

Der Internetkonzern Amazon und die Bonnier-Gruppe mit Verlagen wie Ullstein oder Carlsen haben ihren monatelangen Streit ums Geschäft mit digitalen Büchern in Deutschland beigelegt. Die Vereinbarung regele langfristig den Verkauf von Büchern und E-Books seiner deutschen Verlage, teilte Bonnier am späten Dienstag abend mit. Amazon bestätigte die Einigung. Details zu den Konditionen gab es nicht. Nach Informationen aus der Branche drehte sich der Streit vor allem um die Rabatte, die Amazon als Verkäufer der Bücher bekommt. Demnach wollte der Onlinehändler den Abschlag von 50 Prozent auf den Einzelhandelspreis, den er bei gedruckten Büchern erhält, auch auf E-Books übertragen. Ein Kompromissvorschlag von Amazon soll bei 40 Prozent gelegen haben. Anfang des Monats hatte Amazon kurz vor der Frankfurter Buchmesse im E-Book-Streit bereits eine Einigung mit dem Verlag Bastei Lübbe erzielt. (dpa/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 23.10.2014, Seite 10, Feuilleton

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