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Stoppt Warhol

Die geplante New Yorker Versteigerung von frühen Andy-Warhol-Werken aus dem Besitz von Nordrhein-Westfalen empört die Leiter der Kunstmuseen des Bundeslandes. In einem Brandbrief an die Landesregierung fordern 26 Direktoren, das Vorhaben zu stoppen. Die Versteigerung sei gleichermaßen ein Tabubruch wie ein Präzedenzfall, denn der Staat habe »den öffentlichen Kunstbesitz zu schützen«. Falls der Verkauf nicht mehr zu stoppen sei, müssten die Erlöse in die Kunst reinvestiert werden, so die Direktoren, und nicht wie offenbar geplant, die Verluste der Spielbanken ausgleichen. (dpa/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 16.10.2014, Seite 11, Feuilleton

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