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UNESCO warnt vor Dschihadisten

Paris. Die Terrormiliz »Islamischer Staat« (IS) zerstört nach Berichten von Fachleuten und Diplomaten im Irak historische Stätten und finanziert sich durch den Verkauf von Kulturgütern. Auf einem Kolloquium der UN-Organisation für Bildung, Wissenschaft und Kultur in Paris warnte der französische UNESCO-Botschafter Philippe Lalliot vor »kultureller Säuberung« durch die Dschihadisten im Nordirak. »Das irakische Kulturerbe ist in sehr großer Gefahr«, sagte Lalliot, wie die Nachrichtenagentur AFP berichtete. Gesprengt worden sind nach den Angaben irakischer Museumsdirektoren das Grab des Propheten Jonas, religiöse Statuen und Monumente in Mossul sowie assyrische Paläste. »Es gibt internationale Mafia-Organisationen, die sich für alles interessieren, was nach Kulturerbe aussieht«, sagte der Direktor des Museums von Bagdad, Kais Hussein Raschid. »Sie informieren dann die Terrormiliz über das, was verkauft werden kann«. (dpa/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 01.10.2014, Seite 6, Ausland

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