Zum Inhalt der Seite

Tod von »Corelli« im Innenausschuß

Berlin. Der Tod des in der Neonaziszene aktiven V-Manns Thomas R. mit dem Decknamen »Corelli« ist noch ungeklärt. »Daß die Ermittlungen zu diesem Fall knapp ein halbes Jahr nach seinem Tod immer noch kein richtiges Ergebnis gebracht haben, ist sehr bedenklich«, sagte die Grünen-Abgeordnete Irene Mihalic am Mittwoch nach einer nichtöffentlichen Sitzung des Innenausschusses des Bundestages. Der V-Mann des Verfassungsschutzes war am 7. April leblos in seiner Wohnung aufgefunden worden. Der Innenausschuß will sich dem Vernehmen nach in seiner nächsten Sitzung erneut mit dem Fall befassen. »Corelli« wurde in Zusammenhang mit einer CD mit dem Titel »NSU/NSDAP« gebracht. Im Prozeß gegen den »Nationalsozialistischen Untergrund« (NSU) wurde am Mittwoch der Neonazi Tino Brandt vernommen.

(dpa/jW)
junge Welt

Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.

Bezahlmethoden:

Mit Absenden erklärst du dich mit der DSGVO-konformen Datenverarbeitung einverstanden

Erschienen in der Ausgabe vom 25.09.2014, Seite 1, Inland

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!