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Keine Sau wählt die FDP

Nach Dresden fliegt die FDP auch aus den Landtagen in Potsdam und Erfurt. Damit sind die Freidemokraten »von der ostdeutschen Landkarte verschwunden«, wie die Springer-Zeitung Die Welt am Montag anmerkt. Die Wähler hätten das eigentlich ironisch gemeinte Motto der Partei im Brandenburger Wahlkampf bestätigt: »Keine Sau braucht die FDP.« Auch die Parole »Biber erschießen« hat am Ende nicht geholfen. Die FDP hat bei den Wahlen in Brandenburg und Thüringen am Ende mit 2,5 Prozent und 1,5 Prozent deutlich weniger Stimmen als die NPD bekommen.

FDP-Chef Christian Lindner hatte nach der Landtagswahl in Sachsen vor drei Wochen noch erklärt, an den Abstimmungen in Thüringen und Brandenburg hänge nicht das Schicksal seiner Partei. Tatsächlich ist sie jetzt eine westdeutsche Splittergruppe. Im neuesten ZDF-Politbarometer wird die Partei nicht einmal mehr separat ausgewiesen.

Nach dem miesen Abschneiden traten die Brandenburger FDP-Vorsitzenden Gregor Beyer und sein Stellvertreter, Spitzenkandidat Andreas Büttner, zurück. In Thüringen ätzte der stellvertretende Landesvorsitzende Dirk Bergner gegen die Berliner Zentrale: »Ich glaube, es ist uns nicht gelungen, den Unterschied zwischen Bundes- und Landespolitik deutlich zu machen.«

(jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 16.09.2014, Seite 3, Schwerpunkt

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