Zum Inhalt der Seite

Gegen Lösegeld: IS läßt Entführten frei

Berlin. Die Bundesregierung will an ihren Aktivitäten bei Entführungen von Deutschen im Ausland künftig nichts ändern. Zu den genauen Umständen der Freilassung eines 27jährigen Mannes aus Brandenburg, der von der Terrorgruppe »Islamischer Staat« (IS) ein Jahr lang verschleppt war, wollte sich das Auswärtige Amt (AA) auch am Montag nicht äußern. Auch in diesem Fall seien »keine öffentlichen Mittel« geflossen. Der Kochlehrling aus der Nähe von Strausberg war im Juni vergangenen Jahres im Grenzgebiet zwischen der Türkei und Syrien entführt worden. Über seine Freilassung wurde monatelang verhandelt. Nach einem Bericht der Bild (Montag) willigte die Familie ein, Lösegeld zu zahlen. Im Juni kam er dann frei. AA-Sprecher Martin Schäfer sprach von einer »weltweit operierenden Entführungsindustrie«. Schäfer wollte nicht sagen, wie viele Bundesbürger derzeit im Ausland entführt sind. (dpa/jW)
junge Welt

Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.

Bezahlmethoden:

Mit Absenden erklärst du dich mit der DSGVO-konformen Datenverarbeitung einverstanden

Erschienen in der Ausgabe vom 26.08.2014, Seite 5, Inland

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!