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Armutsgefahr vor allem in Städten

Berlin. In Deutschlands Großstädten wächst nach einer Studie die Gefahr, in die Armut abzurutschen. Dort nahm in den vergangenen Jahren die Einkommensarmut stärker zu als auf dem Land, während die Kaufkraft langsamer wuchs oder sogar sank. Aus einer Studie des unternehmensnahen Instituts der Deutschen Wirtschaft Köln (IW) geht hervor, daß dies auch auf steigende Mieten in den Städten zurückzuführen ist. Dagegen schrumpfen nach der Analyse die Unterschiede zwischen Ost und West. »Das eigentliche Problem ist das Land-Stadt-Gefälle«, sagte IW-Direktor Michael Hüther. Zwar sei Einkommensarmut im Osten stärker verbreitet als im Westen. Rechne man aber gegen, daß Ostdeutsche wegen niedrigerer Preise weniger ausgeben als Westdeutsche, nehme das Gefälle ab. Wenn in fünf Jahren der Solidarpakt II auslaufe, durch den der Osten zusätzliches Geld bekommt, müsse die regionalpolitische Förderung auf Städte und Ballungsräume umgelenkt werden, forderte Hüther. Dort müßten Investitionen, Gründungen, Bildung und Integration gestärkt werden. Das Institut hat den Zahlen für relative Einkommensarmut die jeweiligen Preise in den Regionen gegenübergestellt. (dpa/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 26.08.2014, Seite 4, Inland

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