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Gaza-Flottille: Neuer Anlauf

Angesichts des israelischen Angriffs auf Gaza will das internationale Bündnis »Flottille der Freiheit« einen erneuten Versuch unternehmen, die Blockade des palästinensischen Küstenstreifens zu durchbrechen. »In naher Zukunft« würden die Schiffe mit Teilnehmern aus aller Welt wieder in See stechen, kündigte die spanische Sektion des Bündnisses, »Rumbo a Gaza«, auf ihrer Homepage an. Zu der neuen Solidaritätsflotte werde auch die »Mavi Marmara« gehören, auf der »Hunderte Friedensaktivisten« reisen sollen. Die »Mavi Marmara« (Foto)war das Flaggschiff der Flottille 2010 gewesen, die von israelischen Soldaten gekapert worden war. Bei der Erstürmung der Schiffe waren damals neun Türken und ein US-Amerikaner getötet worden.

»Wir sind eine friedliche Initiative der Zivilgesellschaft zur Solidarität mit dem palästinensischen Volk und unabhängig von jeder Regierung. Im Gegensatz zu dem, was in verschiedenen Medien veröffentlicht worden ist, haben wir keine Militäreskorte beantragt und haben auch nicht die Absicht, dies zu tun. Wir werden nicht mit militärischer Eskorte reisen«, betont »Rumbo a Gaza«. Regierungen, die das Ziel einer Aufhebung der Blockade unterstützen, sollten ihren Einfluß wahrnehmen, damit ein Abkommen erreicht wird, durch das die Abriegelung des Gebiets aufgehoben und die Gewalt beendet wird.
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Man werde die Blockade durchbrechen und anschließend aus Gaza beladen mit Exportgütern der Palästinenser zurückkehren, so die Gruppe. Dem Kommuniqué zufolge beteiligen sich bislang Initiativen aus Spanien, Griechenland, Italien, Norwegen, Schweden und der Türkei an der neuen Kampagne. (scha)
junge Welt

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Erschienen in der Ausgabe vom 02.08.2014, Seite 3, Schwerpunkt

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