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Kurden übernehmen Ölfeld bei Kirkuk

Kirkuk. Der Irak wird aufgeteilt: Im Machtkampf mit Regierungs­chef Nuri Al-Maliki haben die Kurden der Autonomieregion im Norden ein wichtiges Ölfeld unter ihre Kontrolle gebracht. Wie am Freitag aus Kreisen der Nord-Öl-Gesellschaft (NOC) verlautete, übernahm die kurdische Peschmerga-Armee die Kontrolle der Industrieanlagen in Bai Hassan, wo täglich rund 195000 Barrel (Faß; je 159 Liter) Rohöl gefördert werden. Das Feld liegt in der Nähe von Kirkuk in einer Region, auf die sowohl die Zentralregierung in Bagdad als auch die Kurden in Erbil Anspruch erheben. Die Arbeiter hatten den Angaben nach die Wahl, zu bleiben oder zu gehen.

Nach dem Vormarsch der Miliz Islamischer Staat (IS; vormals ISIL) im Norden und Westen Iraks eskalierte auch ein seit Jahren schwelender Territorialstreit zwischen den Kurden und Bagdad. Dabei warf Ministerpräsident Al-Maliki den Kurden vor, sie böten in ihren Autonomiegebieten den IS-Terroristen Unterschlupf. Die Kurden reagierten mit Rücktrittsforderungen. (dpa/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 12.07.2014, Seite 9, Kapital & Arbeit

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