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Nicht-Fußball: Church Road, SW19

Wimbledon. Von den vielen Matches, die Novak Djokovic und Roger Federer gegeneinander bestritten haben, fanden bisher nur zwei in Wimbledon statt. Das von Federer gewonnene Halbfinale 2012 und das diesjährige Endspiel, das erst zweite bei einem Major zwischen den beiden. Seit Federers Sieg im US-Open-Finale 2007 hat sich das Kräfteverhältnis allerdings deutlich verschoben. In sein neuntes Wimbledonfinale ging der 32jährige Schweizer als leichter Außenseiter. Doch wenn er Djokovic noch einmal in einem großen Match hätte besiegen können, dann wo sonst als auf Rasen, in Wimbledon.

Und während das Damenfinale im wesentlichen eine One-Woman-Show war – kurze Rasentennislehrstunde der genialischen Petra Kvitova, Honorar 1,7 Millionen Pfund –, kam es im Herrenfinale zu einem vierstündigen Klassiker mit überragender Qualität im ersten Satz, zwei Verletzungspausen und einer mittleren Nervenkrise des im vierten eine 5:2-Führung verspielenden Djokovic, einem von Federer mit einem As, das zunächst Aus gegeben worden war, abgewehrten Matchball u.a.v.m. Drama, halsbrecherische Aktionen, Legendenbildung und ein versöhnliches Ende zumindest für den sichtlich erleichterten Djokovic. Seinen 6:7, 6:3, 7:6, 5:7, 6:4 erkämpften zweiten Wimbledonsieg widmete Djokovic jener Frau, die ihm alles beigebracht hatte – der Anfang letzten Jahres verstorbenen großen Tennistrainerin (und jugoslawischen Handballnationalspielerin) Jelena Gencic.Peer Schmitt
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Erschienen in der Ausgabe vom 08.07.2014, Seite 16, Sport

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