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Wurm im Städel

Besucher des Städel-Museums in Frankfurt am Main haben von heute bis Mitte Juli Gelegenheit, sich selbst als »One Minute Sculpture« auszustellen. Der Österreicher Erwin Wurm (59) hat 16 Mitmachstationen im Haus verteilt (»bis hinaus in den Museumsgarten«!). Man soll einen Schuh wie ein Telefon ans Ohr halten, Flaschen zwischen Körpern balancieren oder wie ein Hund auf allen Vieren vor dem Eingang des Museums warten. Gemalte oder geschriebene Anleitungen erklären, was an welcher Stelle zu tun ist. Städel-Direktor Max Hollein nannte die Arbeiten am Dienstag »radikal« und »subversiv«. Kurator Martin Engler erklärte: »Wurm arbeitet sich konsequent an der Erweiterung unserer Vorstellung davon ab, was eine Skulptur sein kann, wenn sie nicht mehr aus Bronze gegossen oder aus Marmor gemeißelt wird.« Wurm bat die Besucher, »den Aspekt des Humors nicht überzubewerten«. (dpa/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 07.05.2014, Seite 13, Feuilleton

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