Zum Inhalt der Seite

SPD will geheime NSA-Akten einsehen

Berlin. Nachdem die Oppositionsparteien angekündigt hatten, notfalls auch die Herausgabe von als geheim eingestuften Akten an den NSA-Untersuchungsausschuß einzuklagen, verlangt das nun auch die SPD-Fraktion. Wenn die Bundesregierung bestimmte Dokumente nicht vorlegen wolle, werde sich die SPD nicht mit pauschalen Begründungen abfinden, sagte SPD-Obmann Christian Flisek am Montag im Deutschlandfunk. Es gelte nicht nur das »Staatswohl« zu berücksichtigen, sondern auch die »massive Grundrechtsverletzung« das informationelle Selbstbestimmungsrecht der Bürger betreffend, sagte Flisek. Der SPD-Politiker verwies auch auf die Möglichkeit, besonders sensible Akten nur den Obleuten im Ausschuß zuzuleiten. Nach einem Bericht des Magazins Spiegel will die Bundesregierung unter anderem Informationen über die Verhandlungen mit den USA zu einem No-Spy-Abkommen unter Verschluß halten.

(AFP/jW)
→ Sie können uns auch mit einer Spende unterstützen
Erschienen in der Ausgabe vom 06.05.2014, Seite 5, Inland

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!