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Kirche verärgert

Der peruanische Literaturnobelpreisträger Mario Vargas Llosa hat sich mit der Forderung nach mehr Rechten für Homosexuelle den Ärger der katholischen Kirche seines Landes zugezogen. »Er maßt sich das Recht an, der Wächter des Gewissens anderer zu sein«, kritisierte die peruanische Bischofskonferenz am Montag (Orstzeit) in einer Erklärung in Lima. Er überschreite damit seine Zuständigkeiten. In einer Zeitungskolumne hatte der 78 Jahre alte Autor sich zuvor hinter eine Gesetzesinitiative zur Einführung von eheähnlichen Lebenspartnerschaften für homosexuelle Paare in Peru gestellt und die Haltung der Bischöfe in dieser Sache als »höhlenmenschenartig« charakterisiert. (dpa/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 24.04.2014, Seite 12, Feuilleton

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