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Südkorea: Präsidentin spricht von Mord

Jindo. Südkoreas Präsidentin Park Geun Hye hat schwere Vorwürfe gegen hochrangige Besatzungsmitglieder der gesunkenen Fähre »Sewol« erhoben. Ihr Verhalten käme Mord gleich, sagte Park vor Mitarbeitern ihres Stabs. Obwohl immer mehr Details des Unglücks bekanntwerden, waren die genauen Umstände am Sonntag weiter unklar. Die Fähre mit 476 Menschen an Bord war am Mittwoch vor der südkoreanischen Küste gesunken. Am Wochenende wurde mit der Bergung der ersten Leichen aus dem Inneren des Schiffs begonnen. Die Zahl der registrierten Todesopfer stieg auf 64. Gerettet wurden 174 Menschen, 238 werden noch vermißt. Es gilt als sehr wahrscheinlich, daß auch sie tot sind. Augenzeugen zufolge hatten der inzwischen verhaftete Kapitän und mehrere Crewmitglieder vor den Passagieren das sinkende Schiff verlassen.

(Reuters/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 22.04.2014, Seite 1, Ausland

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