-
08.04.2014
- → Feuilleton
Skalpe in Sachsen
Das Karl-May-Museum Radebeul nimmt alle echten Skalpe aus der Ausstellung – »aus ethischen und politischen Gründen«, sagte Kustos Hans Grunert am Montag. Das Museum in Sachsen reagierte auf einen Brief der Ojibwa-Indianer. Nachfahren des nordamerikanischen Stammes hatten die Rückgabe eines Haarschopfes gefordert und sich über die »taktlose Ausstellung« beschwert. Dieser Haarschopf sei allerdings nie ausgestellt gewesen, erklärte Grunert. Eine Rückgabe des Skalps werde es nicht geben. »Er ist rechtmäßig erworben worden und das Eigentum des Museums«, sagte der Kustos. Man habe aber dem Stamm einen »netten Brief« geschrieben und sich erklärt.(dpa/jW)
Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.
Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?
Durchschnittliche Bewertung: 0,0
Solidarität jetzt!
Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.
In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.
Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!
→ mehr aus dem Ressort Feuilleton