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Fußball-Randspalte

Wenig bis gar nichts

Cottbus. Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) ermittelt nach dem torlosen Kellerduell der Zweitligisten Cottbus und Dresden gegen die Lausitzer. Aus deren Block war Schiedsrichterassistent Thomas Stein nach dem Schlußpiff mit Gegenständen beworfen worden. Obwohl durch mehrere Regenschirme geschützt, wurde der hauptberufliche Polizeibeamte von einem Geschoß am Kopf getroffen. Eine Platzwunde mußte genäht werden. Cottbus droht eine hohe Geldstrafe. »Wenn wir den Täter kriegen, wird er nie wieder unser Stadion betreten dürfen«, erklärte Präsident Ulrich Lepsch, der auch vom Spielverlauf nicht angetan war: »So richtig Abstiegskampf können wir nicht.« Trainer Jörg Böhme ergänzte: »Spielerische Elemente waren wenig bis gar nicht vorhanden.« Auch für den Dresdner Torhüter Benjamin Kirsten fühlte sich die Nullnummer »wie eine Niederlage an«. Beide Vereine sind dem Abstieg mit ihr nähergekommen.

(sid/jW)

Spieler, die ­mitdenken

Bremen. Schalkes Spielmacher Kevin-Prince Boateng hat beim 1:1 in Bremen Mitte der ersten Hälfte eigenmächtig entschieden, sich ins defensive Mittelfeld zurückzuziehen – Goretzka rückte auf seine Anweisung nach links, Draxler auf die Position hinter den Spitzen. Trainer Jens Keller befand die taktische Umbaumaßnahme nachträglich für gut: »Das war beeindruckend. Wir haben Spieler, die mitdenken.« Schalke-Sportchef Horst Heldt ergänzte: »Sie gehen ja auch nicht auf Toilette, nur wenn sie ihren Chef gefragt haben.«


(sid/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 07.04.2014, Seite 16, Sport

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