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Dix’ »Krieg«

Entstehung und Rezeption des berühmten Triptychons »Der Krieg« von Otto Dix sind Thema einer Sonderausstellung, die ab Sonnabend im Dresdner Albertinum zu sehen ist. Das Monumentalwerk ist im Vorfeld erstmals geröntgt und mit UV-Licht untersucht worden. So kam heraus, daß Dix es mehrfach übermalt hat, in einem »langen, quälenden und spannungsvollen Prozeß«, wie Kuratorin Birgit Dalbajewa am Freitag erklärte. Nach Einschätzung der Leiterin der Dresdner Gemälderestaurationswerkstatt, Marlies Giebe, bestätigen die neuen Erkenntnisse, daß es sich um Dix’ Hauptwerk handelt. Bei »Der Krieg« habe er »alle Register« der Maltechnik gezogen, klassische altmeisterliche Mittel mit expressionistischen Elementen gekoppelt, gespachtelt und fein gemalt. »Es ist der Gipfel der Auseinandersetzung.« Neben dem Triptychon präsentiert die Ausstellung bis 13. Juni Dix’ Vorzeichnungen auf großformatigen Kartons, seinen 50 Blätter umfassenden Radierzyklus »Der Krieg« (1924) sowie Gouachen und Zeichnungen, die der Maler 1915 bis 1918 als Soldat in Schützengräben anfertigte. (dpa/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 05.04.2014, Seite 12, Feuilleton

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