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16.01.2014
- → Feuilleton
Juan Gelman tot
Der argentinische Dichter und Menschenrechtsaktivist Juan Gelman ist in Mexiko-Stadt gestorben. Er wurde 83 Jahre alt. Das teilte die mexikanische Kulturbehörde Conaculta am Dienstag abend mit. Der auch als Journalist tätige Lyriker lebte seit Jahren im mexikanischen Exil. Er galt als einer der wichtigsten argentinischen Dichter seiner Generation.
Gelman wurde 1930 in Buenos Aires als Sohn jüdischer Einwanderer aus der Ukraine geboren. 2007 erhielt er den Cervantes-Literaturpreis, die höchste Auszeichnung der spanischsprachigen Welt. Der Dichter wurde auch wegen seines Kampfes gegen die rechte Militärdiktatur in seinem Heimatland bekannt.
1976 verschleppten und ermordeten Schergen der Militärjunta seinen Sohn Marcelo. Dessen hochschwangere Frau Claudia García wurde ebenfalls entführt und gilt bis heute als verschwunden. Nach einer langjährigen Suche fand Gelman seine Enkelin 2000 in Uruguay. (dpa/jW)
Gelman wurde 1930 in Buenos Aires als Sohn jüdischer Einwanderer aus der Ukraine geboren. 2007 erhielt er den Cervantes-Literaturpreis, die höchste Auszeichnung der spanischsprachigen Welt. Der Dichter wurde auch wegen seines Kampfes gegen die rechte Militärdiktatur in seinem Heimatland bekannt.
1976 verschleppten und ermordeten Schergen der Militärjunta seinen Sohn Marcelo. Dessen hochschwangere Frau Claudia García wurde ebenfalls entführt und gilt bis heute als verschwunden. Nach einer langjährigen Suche fand Gelman seine Enkelin 2000 in Uruguay. (dpa/jW)
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