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Anno … 2. Woche

1864, 12. Januar: Auseinandersetzung im Allgemeinen Deutschen Arbeiterverein (ADAV) zwischen Ferdinand Lassalle und dem ADAV-Sekretär Julius Vahlteich. Auslöser sind die diktatorische Vorgehensweise des Vereinspräsidenten und dessen Geheimbesprechungen im Winter 1863/64 mit Reichskanzler Otto von Bismarck. Der Streit endet mit dem Rücktritt Vahlteichs.

1904, 12. Januar: Aufstand der Hereros gegen die deutsche Kolonialherrschaft in Südwestafrika (Namibia und Teile Angolas). Beweggründe sind der Landraub durch deutsche Siedler sowie Übergriffe und Demütigungen durch die Kolonisatoren. Erste Aktionen gegen die kaiserlichen Truppen erfolgen auf Befehl von Samuel Maharero. Die Stadt Okahandja wird umzingelt, die Eisenbahnbrücke bei Osona auf der Bahnstrecke zwischen Swakopmund und Windhoek zerstört. Zudem wird die wichtige Telegrafenverbindung in die Landeshauptstadt Windhoek gekappt. Ab Oktober schließen sich auch die Hottentotten dem Aufstand an. Die Kämpfe dauern bis 1907 und werden von den deutschen Kolonialtruppen blutig niedergeschlagen. Hunderttausende werden in die Wüste getrieben, wo sie grausam sterben.

1919, 10. Januar: Beginn der Massendemonstrationen mit der Forderung nach Abdankung des Bremer Senats und Einsetzung von Volkskommissaren. Sie führen zum Beschluß des Arbeiter- und Soldatenrats über die Einsetzung eines »Rats der Volkskommissare« und eines »Vollzugsrats«, die Bremen zu einer selbständigen sozialistischen Republik erklären. Am 4. Februar dringt die »Division Gerstenberg« auf Befehl von Reichswehrminister Gustav Noske in Bremen ein. Die revolutionären Kräfte erliegen nach aufopferungsvollen Kämpfen den militärisch überlegenen konterrevolutionären Truppen.


1944, 12. Januar: Beginn der sowjetischen Offensive zur Befreiung Leningrads. Bei der Leningrad-Nowgoroder Opera­tion wird die durch die Wehrmacht eingezingelte Stadt befreit. Die Belagerung dauert 900 Tage.

1964, 9. Januar: Massaker von US-amerikanischen Truppen an demonstrierenden Studenten in Panama. Bei den Protesten wird die Rückgabe des gleichnamigen Kanals von den USA an Panama gefordert. Das Blutbad führt am 10. Januar zum Abbruch der diplomatischen Beziehungen des Landes mit den USA.
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Erschienen in der Ausgabe vom 04.01.2014, Seite 15, Geschichte

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